FÜNF MONDE

Johannes Vogel: 5 Monde

Johannes Vogl: 5 Monde, Campus Rütli – CR² 2016 (Foto: Tschernow)

FÜNF MONDE    Johannes Vogl
2007 – 2016
Installation im öffentlichen Raum
Baustelle des Campus Rütli – CR²
Frühjahr bis Winter 2016

Acht Leuchtkästen mit Zeichnungen des Mondes, montiert auf Baukränen und Gerüsten. Baukräne, Gerüste, Zeichnungen, Leuchtkästen, 200x200x15 cm und 70x70x25 cm.

Die Arbeit Fünf Monde des Berliner Künstlers Johannes Vogl ist für Kräne einer innerstädtischen Baustelle konzipiert. An solchen Baukränen sind üblicherweise auf Höhe der Ausleger große Leuchtkästen angebracht, die das Logo der jeweils beteiligten Baufirmen tragen. Vogl ersetzt diese durch Zeichnungen eines Vollmondes und lässt nachts neben dem realen Mond fiktive Monde am Horizont erscheinen.

Dabei handelt es sich nicht um foto-drucktechnische Reproduktionen, wie man vermuten könnte, sondern um Handzeichnungen, die in der so-genannten Kratzzeichentechnik entstehen. Opakes Acrylglas wird anfänglich komplett geschwärzt, später werden Teile der Farbe abgeschabt, wodurch eine schwarz-weiße Kontrastzeichnung entsteht. Fünf Monde besteht aus vier solcher Leuchtkasten-Zeichnungen. Für die Baustelle am Campus Rütli sind vier große und vier kleinere Monde entstanden. Letztere werden in einer noch nicht definierten Form in Neukölln bleiben.

Der Auf- und Abbau der Monde folgt der Entstehung von drei Erweiterungsbauten für schulische und soziale Einrichtungen am Campus Rütli – CR². Sie werden mit den Untendreherkränen, dem Gittermastkran und der Einrüstung der Gebäude aufgebaut und verschwinden mit deren Abbau wieder vom Nachthimmel.

Johannes Vogl, geboren 1981 in Kaufbeuren, lebt und arbeitet in Berlin. Er studierte an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Stephan Balkenhol (2002-05), der Akademie der Bildenden Künste Wien bei Prof. Heimo Zobernig (2005-07), der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (2007/08) und der Universität der Künste Berlin (2008-09) bei Prof. Christiane Möbus. Vergangene Ausstellungen u.a. 21 Haus – Belvedere Museum, Wien; Darmstädter Sezession; Leontos Museum, Linz; Goldrausch; Villa Merkel, Esslingen; Kleine Humboldt Galerie, Berlin; Galerie Martin Janda, Wien; Swiss Institute, New York; Manifesta 7, Rovereto.

Eine Produktion der Temporären Galerie in der Quartiershalle auf dem Campus Rütli – CR². Realisiert mit der Unterstützung des Bezirks Berlin-Neukölln, Dieter Rosenkranz und der Freudenberg Stiftung. Herzlichen Dank an: Bauunternehmen HTI Greußen, Spies Hecker Lacke, Dipl. Ing. J. Sorger, Wolfgang Zifreund.

Log oder Freudenberg Stiftung  Neukoeller Bezirkswappen  Logo der Stiftung Zukunft Berlin
km2_Neukoelln_RGB_Hell  CampusBildung_Logo_Web  Logo_CR2