TRANSFORMATION IV


Katja Pudor, verbindungen, Installationsansicht Temporäre Galerie in der Quartiershalle Campus Rütli – CR² / Fotos: Jens Ziehe, 2015
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TRANSFORMATION IV
Katja Pudor
5. Juni – 28. Juni 2015

Öffnungszeiten: Montag–Freitag, 11–19 Uhr
Kuratorin: Silvia Ploner


Katja Pudor
(geb. 1965 in Berlin) lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte an der Kunsthochschule Berlin Weißensee Malerei und freie Kunst bei Katharina Grosse (Meisterklasse) und Michael Bach. Pudors raumgreifende Installationen entstehen ausgehend von Methoden der Malerei und Zeichnung, geleitet von ihrem Interesse an Bewegung. Sie geht prozesshaft vor, arbeitet in der Regel situationsbezogen und im Kollektiv. Pudor schafft mit ihren Strukturen Situationen die das Experiment und stete Umformungen bzw. Erweiterungen zulassen.

Für TRANSFORMATION IV ist die ortsspezifische Installation verbindungen entstanden, bestehend aus ungerahmten Leinwänden in verschiedenen Längen und Breiten, abgehängt von einem Netz aus Seilen, welches unter der Decke der Galerie gespannt ist. Die verschiedenfarbigen Leinwände unterschiedlicher Dichte tragen Zeichen, die ausgehend von einem Katalog entstanden sind, den Jugendliche der Sekundarstufe der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli im Rahmen eines Workshops mit der Künstlerin entwickelt haben. Teil von verbindungen ist auch eine Intervention der Berliner Tänzerin und Choreographin Magda Korsinsky. Korsinsky hat die von Katja Pudor transformierten Zeichen der Schüler/innen als Anlass und Ausgangspunkt für eine kollektive und performative Arbeit genommen, die am Eröffnungsabend der Ausstellung zur Aufführung kommt. Musikalisch ist diese Intervention vom portugiesischen Schlagzeuger Rui Faustino begleitet.

Magda Korsinsky (geb. 1981 in Prag, CZ) ist Choreographin, Künstlerin und Dozentin tschechisch-eriträischer Herkunft. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Korsinsky studierte Bildende Kunst an der UdK Berlin, der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts de Paris und der Akademie der Bildenden Künste in Prag. Ihr Choreographiestudium hat sie 2012 am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin abgeschlossen. Ausserdem absolvierte sie das 1. Staatsexamen in Lehramt Bildende Kunst. Seit 2013 gibt Korsinsky soziokulturelle Workshops. Sie hat u.a. mit dem Kinder und Jugendkongress Heidelberg, der Akademie der Autodidakten am Ballhaus Naunynstraße Berlin, der Robert-Blum-Schule Berlin, dem Kulturpädagogischen Dienst Stuttgart und open music Stuttgart gearbeitet.

Rui Faustino (geb. 1975 in Algarve, PT) ist Schlagzeuger und lebt in Berlin und Lissabon. Er studierte klassische Perkussion am EPME Konservatorium, später Jazz Schlagzeug am Jazz Institut Hot Club Portugal. Faustino war Gaststudent an der Hochschule für Musik Hans Eisler in Berlin und an der Universität der Künste Berlin. Er spielt in verschiedenen Jazz Formationen und hat Musik für Theater, Tanz, Zirkus und Film komponiert. U.a. hat er mit João Paulo Esteves da Silva, Mário Franco, Paulo Curado, Rodrigo Amado, Carlos Bechegas, Artistas Unidos, John-Randall Pelosi, Biliana Voutchkova, Jan Roder, Boris Hauf, Silke Eberhard, Tobias Delius und Heinz Ratz gearbeitet.

 

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Freitag, 5. Juni 2015, 18:30 – 21.30 Uhr – Eröffnung

Jan-Christopher Rämer, Bezirksstadtrat für Bildung, Schule, Kultur und Sport des Bezirks Neukölln, und Ida Schildhauer, Initiatorin der Temporären Galerie, eröffnen gemeinsam mit einer Intervention von Katja Pudor, der Berliner Choreographin Magda Korsinsky und dem portugiesischen Musiker Rui Faustino die vierte Ausstellung der Reihe TRANSFORMATION.


Workshops (nicht öffentlich)

Während TRANSFORMATION IV finden zwei mehrtägige Workshops mit Jugendlichen der Sekundarstufe der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli statt. Sie werden begleitet durch die Ethik- und Kunstlehrerin Christine Sader.

Workshop I: Im Mai 2015 setzte sich eine Gruppe von Jugendlichen in einem ersten Workshop mit Symbolen und Piktogrammen auseinander und entwickelte gemeinsam mit der Künstlerin Zeichen, die für einfache Handlungen stehen. Diese transformierte Katja Pudor in einem nächsten Schritt und ließ sie Teil ihrer Installation für TRANSFORMATION IV werden.

Workshop II: Dieselben Zeichen bilden auch die Grundlage für den zweiten Workshop, den die Künstlerin zusammen mit der Berliner Choreographin Magda Korsinsky und dem portugiesischen Musiker Rui Faustino leitet. Andere Jugendliche übersetzen sie in eine Performance, die während des Festivals „48 Stunden Neukölln“ in der Galerie aufgeführt wird. Ein Teil der Gruppe experimentiert parallel mit Faustino und sucht nach Rhythmen für die Performance.


Samstag, 27. Juni 2015, ab 17 Uhr – Performance

Aufführung der Performance, die die Jugendlichen mit Katja Pudor, Magda Korsinsky und Rui Faustino erarbeitet haben. Während des Festivals „48 Stunden Neukölln“, am 27. und 28. Juni bleibt die Ausstellung geöffnet.

48 Stunden Neukoelln

 

 

 


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