TRANSFORMATION V


Nicolas Wiese, Installationsansichten Temporäre Galerie in der Quartiershalle Campus Rütli – CR² / Foto: Jens Ziehe, 2015
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TRANSFORMATION V
Nicolas Wiese
30. November – 18. Dezember 2015

Öffnungszeiten: Montag–Freitag, 10 – 17 Uhr
Kuratorin: Silvia Ploner


Nicolas Wiese
(geb. 1976 in Itzehoe) ist ein intermedialer Künstler, Diplom-Grafikdesigner, Elektronikmusiker und Kurator. Er lebt und arbeitet in Berlin-Neukölln. Wiese studierte Philosophie und Soziologie an der Universität Hamburg, Illustration und Kommunikationsdesign an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg / Fachbereich Gestaltung (Diplom 2005) und Sound Studies an der Universität der Künste Berlin. Seit Ende 2009 betreibt er zusammen mit Michael Renkel den Kunstraum „Quiet Cue“ in Berlin-Neukölln, mit einem internationalen Programm zwischen Medienkunst, Performance und experimenteller Musik. Seit 2014 hält er künstlerische Workshops an Berliner Schulen.

Wiese entwickelt Arbeiten in unterschiedlichen Medien und Formaten: Installationen und raumbezogene Aufführungen, elektroakustische Kompositionen, relationale bzw. improvisierte Musik, grafische Kunst, Radio-Hörstücke und Experimentalfilm. Sein Hauptinteresse liegt in der Dekonstruktion und Rekonstruktion alltäglicher/medialer Fundstücke. Er beschäftigt sich immer wieder mit dem widersprüchlichen und suggestiven Kommunikationsgehalt medialer Bilder sowie mit deren Distribution und Wahrnehmung. Dabei spielen Sprache und Text, Architektur und Raumwirkung, Alltagsgegenstände und gebrochene Nostalgie zentrale Rollen.

Die Temporäre Galerie zeigt in der Reihe TRANSFORMATION unter dem Titel Taken from the Stage / Von der Bühne geholt ein Panorama von Wieses Stop-Motion Video-Arbeiten, die zwischen 2007 und 2015 entstanden sind. Alle Videos haben ihren Ursprung in Zusammenarbeiten mit Komponist_innen und Kammermusik- bzw. Musiktheater-Ensembles für intermedial-musikalische Live-Aufführungen. Der Ansatz war dabei stets, Musik und Bild von Beginn an gemeinsam zu denken und in wechselseitiger Bezugnahme zu entwickeln – thematisch, formal wie zeitlich-strukturell. Eine Herangehensweise welche sich wesentlich vom Prinzip des Musikvideo-Clips oder des VJing (Musik wird nachträglich bebildert), wie auch vom Prinzip der Filmmusik oder der Live-Vertonung unterscheidet. Gesamt werden sechs Video-Arbeiten gezeigt. Die zentrale Videoinstallation Mill (2011) ist erstmals in Berlin zu sehen. Die Audiospuren der anderen fünf Arbeiten wurden für die Ausstellung überarbeitet, teilweise vollständig neu komponiert.

 

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Freitag, 27. Juni 2015, 18:30 bis 21:30 Uhr – Eröffnung

Jan-Christopher Rämer, Bezirksstadtrat für Bildung, Schule, Kultur und Sport des Bezirks Neukölln, und Ida Schildhauer, Initiatorin der Temporären Galerie, eröffnen die fünfte Ausstellung der Reihe TRANSFORMATION.


Workshops (nicht öffentlich)

Ihm Rahmen von TRANSFORMATION V leitet Nicolas Wiese gemeinsam mit der Berliner Musikerin Heidrun Schramm den Workshop tagscape II mit Kindern der Grundstufe der Gemeinschaftsschule auf dem Campus Rütli (Jahrgangsstufen 4-6). Er wird begleitet von der Kunstpädagogin Susanne Wendler und der Kunstlehrerin Gertraud Mülder. In diesem künstlerischen und multimedialen Workshop betrachten Kinder Graffiti und „tags“ aus einer anderen Perspektive: als Gestaltungsgrundlage für Experimentalfilme. Sie entwerfen eigene, aus ihren Handschriften abgeleitete „tags“, entwickeln digitale Variationen, schneiden einzelne Versionen aus, vervielfältigen sie, färben sie ein, legen sie auf unterschiedliche Hintergründe, verkleinern sie und lassen sie im Bildraum wandern. Mittels Stop-Motion-Technik entstehen kurze Bildsequenzen für erste zeitbasierte Kompositionen. Begleitend produzieren die Kinder „Beats“ aus zuvor aufgenommenen Alltagsklängen. Es entstehen künstlerische Musikvideos aus animierten Schriftzug-Collagen und Sound-Collagen.

Download: tagscape booklet


15. – 18. Dezember 2015 – Ausstellung in der Ausstellung

In Form einer Ausstellung in der Ausstellung werden die Stop-Motion-Filme die während des Workshops tagscape II entstanden sind, gemeinsam mit Zeichnungen die deren Entstehungsprozess nachvollziehbar machen, in der Temporären Galerie gezeigt.

 

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Ausstellungsflyer  Handout (dt.)  Handout (engl.)

 

Ausstellung und Begleitprogramm werden unterstützt von:
Log oder Freudenberg Stiftung    Logo_Freudenberg    Logo_Projektfonds